Ein Agent darf aus „Prüfe meine Website“ keinen unbeschränkten Crawl ableiten. Vor einer kostenpflichtigen oder folgenreichen Aktion braucht das System einen Preflight, der den Auftrag in messbare Grenzen übersetzt.
Der Preflight ist eine eigene Entscheidung
Der Preflight führt die teure oder verändernde Operation noch nicht aus. Er beantwortet:
- welches Ziel betroffen ist,
- welche Menge maximal verarbeitet wird,
- welche Datenquelle oder welcher Provider genutzt wird,
- welche Kosten höchstens entstehen,
- welcher Zustand anschließend gespeichert oder verändert wird,
- welche Einschränkungen das Ergebnis haben wird.
Diese Angaben müssen aus serverseitig prüfbaren Parametern entstehen. Ein freundlicher Warnsatz in der Toolbeschreibung ist kein Budgetlimit.
Drei Stufen der Freigabe
Automatisch innerhalb enger Grenzen: Eine vorhandene, gecachte Audit-Zusammenfassung für ein autorisiertes Projekt lesen. Es entstehen keine neuen externen Kosten und keine Änderung.
Budgetgebunden: Bis zu 100 Keywords für einen festgelegten Markt aktualisieren. Der Server kennt den Höchstpreis und lehnt größere Mengen ab oder fordert eine neue Freigabe an.
Explizite menschliche Freigabe: Inhalte publizieren, Webmaster-Einstellungen verändern oder einen großen Crawl starten. Vor der Bestätigung zeigt der Client Ziel, Umfang, Kosten und erwartete Wirkung.
Eine einmalige Zustimmung zu „SEO-Daten verwenden“ deckt nicht automatisch spätere kostenpflichtige Abrufe.
Dry-run heißt: dieselbe Validierung, keine Wirkung
Ein brauchbarer Dry-run nutzt dieselben Eingaben und dieselbe Berechtigungsprüfung wie die spätere Ausführung. Er liefert eine Vorschau des Scopes, eine Kostenschätzung und geplante Änderungen. Er darf nicht bloß eine optimistische Beschreibung wiederholen.
Bei einem internen Linkvorschlag könnte der Dry-run konkrete Quell- und Zielseiten, vorgeschlagene Anchors sowie Konflikte zeigen. Erst die getrennte Ausführung schreibt die Änderung in ein Zielsystem.
Limits gehören auf den Server
Clientseitige Auswahlfelder verbessern die Bedienung, sind aber keine Sicherheitsgrenze. Der Server setzt harte Obergrenzen für:
- Keywords, URLs und Ergebnisse pro Aufruf,
- Crawl-Tiefe und externe Hosts,
- parallele und wiederholte Jobs,
- Tages- oder Workspace-Budget,
- Laufzeit und gespeicherte Datenmenge.
Wenn ein Request die Grenze überschreitet, sollte der Server nicht stillschweigend einen Teil ausführen. Er antwortet mit der konkreten Grenzüberschreitung und einem kleineren zulässigen Vorschlag.
Kostenbelege statt Überraschungen
Nach der Ausführung gehören geschätzte und tatsächliche Kosten, verarbeitete Menge, Cache-Anteil und Abbruchgrund in das Ergebnis. Nur so kann ein Team prüfen, ob der Agent im genehmigten Rahmen geblieben ist.
Contextter ist auf dieser Seite nur als gemeinsamer Produktbezug genannt. Ein öffentlicher Contextter-MCP-Endpunkt ist zum Prüfdatum nicht verifiziert.
Quellenregister
Primärquellen für diesen Stand
- Model Context Protocol: The 2026-07-28 SpecificationBeobachtet 22.8.2026 · Stateless core, discovery, routing headers, cache metadata, authorization, tasks and deprecations.
- Contextter: Contextter product surfaceBeobachtet 22.8.2026 · Current public Keyword Database, Site Audit, Action Center, workspace and cost model. No public MCP claim observed.